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Die Geschichte des Adventskalenders

Geschichte Adventskalender

Am ersten Dezember jedes Jahres ist es in vielen Häusern und Wohnungen wieder soweit – das erste Türchen des Adventskalenders wird geöffnet und die Vorfreude auf das große Fest in vierundzwanzig Tagen kann beginnen. Ob es nun die Schokolade ist, die alltäglich bis zum Weihnachtsabend vernascht wird, oder aber ein selbstgemachter Adventskalender ist, der im Wohnzimmer mit vielen Überraschungen wartet – woher kommt eigentlich die Tradition des Kalenders für die Vorweihnachtszeit und seit wann öffnen Groß und Klein im Dezember eigentlich ein Türchen?

Die Geschichte des Adventskalender beginnt etwa im 19. Jahrhundert. Hier hat man jedoch noch keine schokoladigen Sünden vorgefunden, weiterhin auch keine Kosmetika oder Bücher. Die ersten Adventskalender waren sehr einfach gehalten und dienten ausschließlich dafür, den Kindern die Zeit bis zur Geburt Jesus in der Nacht zum 25. Dezember zu vergegenwärtigen. Die erste Schokolade wurde dann in Deutschland erst in den 1950er Jahren hinter dem Türchen eines Adventskalenders hervorgeholt und genossen.

Die frühen Anfänge des Kalenders für die Vorweihnachtszeit 

Alte Bücher auf einem Tisch

Das Fest des heiligen Abends stellt für Christen katholischen und evangelischen Glaubens einen sehr wichtigen Festtag dar, an welchem der Heiland auf die Erde gekommen ist. Deshalb finden sich bereits um 1800 erste Kalender, welche die ganze Familie auf die Nacht des 24. Dezembers vorbereiten sollen. Natürlich gab es zu dieser Zeit noch keine lustigen und bunten Bildchen, geschweige denn Schokolade, doch die Leute zelebrierten die Vorfreude auf das Weihnachtsfest in einer anderen Weise.

Der wohl erste Adventskalender entstand, indem an jedem Dezembertag ein Bild mit weihnachtlichem oder religiösem Motiv an die Wand oder das Fenster gehangen wurde. Dieser Zeitmesser wurde in einigen Haushalten auch durch 24 Kerzen ersetzt, oder aber durch Kreidestriche an der Wand.

Des Weiteren dienten vor über 150 Jahren auch Gebete und Bibelsprüche als Adventskalendergaben, welche täglich an einem Tannenzweig festgemacht wurden.

Der wohl erste Adventskalender Deutschlands jedoch, der ganz modern mit selbstgemachten Plätzchen daherkam, war im Hause Lang vorzufinden. Die Mutter des späteren Pfarrers, der weiterhin auch den ersten Bild- und Geschenkkalender ins Leben gerufen hat, versteckte in einem Dezembermonat des 19. Jahrhunderts selbstgebackene Leckereien in kleinen Schachteln und bereitet ihren Sohn so auf das kommende Weihnachtsfest vor.

Bunte Bilder für den Advent – der moderne Adventskalender für Groß und Klein

Brille auf einem Buch

Als das Druckverfahren im 20. Jahrhundert soweit entwickelt war, dass Bilder und Geschichten maschinell gedruckt werden konnten, erschien 1908 in Deutschland der erste Bilder Adventskalender mit dem Namen ‘Im Lande des Christkinds’, der gleichzeitig eine weihnachtliche Geschichte erzählt, denn die einzelnen Bilder werden ausgeschnitten und auf das Geschichtsfeld gelegt oder geklebt.

Am heiligen Abend kann dann die ganze Familie über die Geschichte des Christkindes staunen. Dieser Adventskalender ist auch heute noch erhältlich und findet sich des Weiteren in vielen Haushalten wieder. Ins Leben gerufen wurde dieser von Gerhard Lang, dem Sohn der liebevollen Mutter, die den Zeitmesser schmackhaft gestaltete.

Um circa 1950 feierte der Schokoladen Adventskalender seine Geburt. Dieser ersetze den Bildkalender und war ein Anstoß dafür, weitere Versionen der alten Tradition auf den Markt zu bringen, sodass sich heute viele unterschiedliche Adventskalender finden lassen, die Groß und Klein mit 24 Überraschungen auf den heiligen Abend einstimmen.


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